Sibylle hat mir ein Kommentar bei meinem Beitrag Peter Maffay: Ein starkes Gesicht für Kinder mit Zöliakie hinterlassen, welcher mich dazu inspiriert hat, noch einmal genauer nachzufragen. Daraus ist ein kleines Interview mit ihr entstanden:
Seit wann hast du denn die Diagnose und wie seit ihr darauf gekommen? Sprich welche Symptome hattest du?
Meine Diagnose kam 2006 durch ein Familienscreening zustande. Da ich nicht die Erste war, war ich darauf gefasst und es hat mich nicht mehr groß überrascht.
Ich war froh, dass die Zöliakie so entdeckt wurde, denn mit einer unentdeckten Zöliakie zu leben ist auch nicht gut. Stichwort Langzeitfolgen.
Da ich bis zur Diagnose schon über 40 Jahre mit den eher untypischen Symptomen gelebt hatte, habe ich erst da entdeckt, dass viele meiner "Zipperlein" auf die Zöliakie zurückzuführen sind. Niemand hatte jemals hinterfragt, warum ich schon als Kind Kalzium- und Eisenmangel hatte, warum meine Zähne so kaputt waren, warum ich immer wieder Wachstumspausen hatte. Selbst als ich mit 27 Jahren die Diagnose Osteoporose bekam, hat kein Arzt nach der Ursache geschaut. Osteoporose ist halt erblich bedingt .... naja.
Was war bei dir damals der 1. Gedanken, als du davon erfahren hast?
Mein erster Gedanke war: "Ok, dann sind wir zu zweit." Ich war, wie erwähnt, vorgewarnt und wusste schon so etwa was diese Diagnose bedeutet. Es war auch etwas Erleichterung, denn ich konnte ab jetzt aktiv schlimmere Folgen verhindern.
Natürlich ist so eine Diagnose unschön, aber man soll ja immer auch das Positive sehen. ;-)
Du meintest, du kaufst kaum glutenfreie Produkte. Auf welche kannst du aber nicht verzichten? Also was sind deine Basics?