Kindermund Teil 4 - Teenager und ihre Sprachfähigkeit

Das Leben mit Teenagern kann manchmal ganz schön herausfordernd sein. Wer kennt es nicht? Bei uns ist es so: Luna war schon immer jemand der einfach los plapperte, wie es ihr gerade in den Mund kam. Wie ein Wasserfall kommt alles bei ihr heraus. Man war, ob man wollte oder nicht, immer bestens informiert. Mit der Zeit kristallisierte sich aber ein Satzbau heraus, wo man so manches mal die Hände vor den Kopf schlagen könnte. Ich weiß, Luna möchte das jetzt vielleicht nicht unbedingt lesen, aber ich könnte mir vorstellen, dass es dem ein oder anderen doch interessiert, wie das bei uns zuhause so ist.


Teenager
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Wenn Luna dann also mal wieder so in ihrem Redefluss ist, kommen ganz oft solche Wörter wie

und eben

halt

Mama, Papa, Mama, Papa

zumindestens

Und das oft nicht nur 1 Mal im Satz, sondern um dem Ganzen noch etwas mehr Ausdruck zu verleihen, gleich mehrfach, um gefühlt auch wirklich Aufmerksamkeit zu erhaschen. Man fängt dann gefühlt jeden Satz mit "Und eben" an oder nutzt x-Mal das Wort "halt", obwohl es gar nicht wirklich hinein passt. Ich versuche sie dann immer etwas zu korrigieren und sage ihr dann immer, wie gruselig das ist, dass die Wörter so oft in einer Erzählung genutzt werden. Das ärgert und nervt sie dann zwar teilweise, aber meine Hartnäckigkeit hat sich da schon bezahlt gemacht.

Ich weiß, man hört immer, dass man die Kinder nicht in dieser Form korrigieren soll. Man soll sie reden lassen und dann darauf hinweisen und bloß nicht kritisieren. Aber irgendwann nervt es einen tierisch. Und siehe da, mit etwas Geduld und Durchhaltevermögen ist das ein oder andere weniger geworden.


Ich denke im Allgemeinen, dass sie schon eine gute Sprachfähigkeit hat. Zumindest zuhause fallen bei uns keinerlei Schimpfwörter (und damit lobt sie sich auch selber, dass sie keine benutzt), ein paar Jugendwörter tauchen zwar hier und da mal auf, aber sie werden nicht x-Mal im Satz verwendet.

Ich vermute, dass es bei ihr einfach die Schnelligkeit ist. Ich kann mich erinnern, dass man zu mir früher auch immer gesagt hat: Erst denken, dann sprechen!

Bei mir ist das früher auch einfach immer nur so herausgesprudelt. Ich war da zwar glaube jünger als Luna jetzt, aber ich denke dass ist vielleicht so ein Phänomen bei uns. Da kommt sie offenbar nach mir. Wir reden wie uns der Mund gewachsen ist. In der Schule und früher auch schon im Kindergarten wurde sie immer für ihre gute Ausdrucksweise gelobt. Ich denke als, dass das so ein Teenie-Phänomen ist und sich vermutlich irgendwann von selbst geben wird. Aber manchmal ist es halt schon etwas nervig 😉

Wortgebrauch Jugendsprache
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Aber ich weiß, ich muss aufpassen, hin und wieder habe ich es auch geschafft, durch meine Korrekturwünsche, dass sie dann aufgehört hat, etwas zu erzählen. Da sind wir dann wieder an dem Punkt, ausreden lassen und anschließend korrigieren. Auch wir Eltern sind halt nicht perfekt!


Wenn du dich ein wenig mehr zu diesem Thema beschäftigen möchtest, habe ich hier eine schöne Übersicht entdeckt: Können sich Jugendliche heute noch adäquat ausdrücken? hierbei wurde eine Umfrage zu diesem Thema an verschiedenen Schulen von 2 Studenten durchgeführt


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Und nun habe ich noch, in alt bekannter Manier, ein paar lustige Gespräche aus unserem Alltag aufgeschrieben:


Es ist gut, wenn im Winter die Brücke mal gefriert - dann wird sie härter!

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Luna erklärt uns was sie in einer Sendung im TV gesehen hat. 

Der Kleine daraufhin: das ist sowieso nur Quatsch!

Und sie : Das war aber eine Dokumentation!

Er: Grizzly und die Lemminge ist aber auch nicht echt!

😁😂

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Nach den Weihnachtsferien, als ich den Kleinen geweckt habe:

Mama, jetzt noch nicht!

Ich: Wieso, was denn los? Wir wären auch gerne noch liegen geblieben, aber Schule geht halt wieder los.

Er: Ach Mama, ich war noch gar nicht fertig mit träumen!

😍😘

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(Situationskomik)

Es ging darum, dass die Männer zum Friseur wollten und wir aus Spaß gemeint haben, der Kleine kann sich ja Happy Birthday in die Haare schreiben lassen. Und da konterte er und meinte, dass könne lieber sein Papa, aber dann einmal über seine Stirn  *hihi*



weitere Teile aus der Reihe:

Kindermund Teil 2


Wochenglück 280226 - viele kleine Glücksmomente

 Wahnsinn, wir haben schon wieder den letzten Tag im Monat. Erst gestern habe ich zu meinen Kolleginnen gesagt, "Wahnsinn wie doch die Zeit vergangen ist!"

Letztes Jahr war der Januar gefühlt eeeeeewig lang. Nur grau, nicht viel zu tun...
Dieses Jahr gab es eine Umstellung bei uns, es war aber eigentlich noch weniger los aufgrund des Wetters, und trotzdem hatte ich das Gefühl, dass der Januar nur so verflogen ist. Der Februar war nicht anders und Plopp haben wir schon fast wieder Frühling!

Die Zeit rast... ich bin echt überrascht.

Aber nun zu meiner Woche. Tatsächlich war sie wie angekündigt mal schön normal. Normal war bei uns ja in der letzten Zeit eher etwas anderes *hihi*

Am Samstag hatten wir unsere letzte Abendveranstaltung vom Fasching aus. Es war eine Zusatzveranstaltung und das 1. Mal in der Geschichte des Vereins, dass mal nach dem Rosenmontag noch eine Veranstaltung stattgefunden hat.
Aber wir hatten alle unsere Tickets nach 1 Woche verkauft, sodass sich unser Vorstand eine Zusatzveranstaltung einfallen lassen ließ.

Und wir haben es tatsächlich geschafft, den Saal noch einmal gut zu füllen. Wir waren nicht ausverkauft, aber so 70-80 % der normalen Karten waren verkauft. Das war echt super und wurde eine total entspannte letzte Veranstaltung.


Projekt: Nähplatz aufräumen

Ich habe im Januar endlich meine Nähmaschine wieder von der Reparatur abholen können. Immerhin war sie knapp 6 Wochen weg!!! Das Ersatzteil - der Kettelfuß - konnte offenbar so lange nicht geliefert werden. Kann man sich in den heutigen Zeiten mit Amazon und der Lieferung am nächsten Tag gar nicht mehr wirklich vorstellen. 130 €hat mich schlussendlich meine Dummheit gekostet. Allerdings ist sie nun wieder neu justiert, alles neu eingestellt und sollte nun wieder eine Weile funktionieren. 

Da ich mich in der letzten Zeit weniger, um meinen Nähplatz gekümmert habe, habe ich das Ganze als Anlass genommen, mal richtig aufzuräumen.

Projekt: Nähplatz aufräumen

Stück für Stück kam alles wieder an seinen richtigen Platz.