Reisebericht: Zisterzienserkloster Chorin


Bei diesem Beitrag habe ich mich verstärkt wieder auf tolle Bilder konzentriert. Ich fotografiere sowieso gerne und genau wie beim Schiffshebewerk Niederfinow wirken manchmal Bilder besser als 1000 Worte, um die Schönheit und Anmutung festzuhalten.


Leider ist das Kloster mehr oder weniger nur noch eine Ruine. 





Aber es wirkt wahnsinnig schön und wird von der Gemeinde Chorin weiterhin in Schuss gehalten und gepflegt.


Es birgt verschiedene Ausstellungen in sich, zum Beispiel auch die "Sprechenden Steine". Dort wird erklärt, wieso es nicht nur diese Schmuckstücke an den Pfählen des Klosters gibt, sondern auch versteckte Inschriften. Die von den Mönchen bzw. von den Erbauern des Klosters bereits eingeritzt wurden.


Es gibt eine Kleine Kunstaustellung. Aktuell hängen dort die Bilder von Muriel Tauber.

mit diesem "Musikinstrument" rechts hat man die verschiedenen Gebetszeiten eingeläutet

Und einen Lehrfilm, der extra für das Kloster produziert wurde und das Leben der Mönche genauer erklärt.


Wusstest du z.B. dass viele Mönche dem Adel angehörten? 



Genau diese Bauweise soll als Vorbild für den Bau des Schiffshebewerkes Niederfinow gedient haben. Man wollte etwas schaffen, was sich in die Umgebung eingliedert und hat deswegen das Neue Schiffshebewerk wie diese Kathedrale anmuten lassen.
Siehst du eine Ähnlichkeit?


Hier noch einmal als Außenansicht.

Wie du auch erkennen kannst, wird das Kloster gerne als Hochzeitslocation gebucht. Als wir dort waren, hatten wir das Glück zu zusehen, wie die Brautläute aus dem Standesamt kamen und durch die Ruine stolziert sind.
Ich kann mir gut vorstellen, dass hier wunderbare Erinnerungsfotos entstehen. 

Das Einzige was mich stören würde, dass man dann anschließend zu einer anderen Location zum Feiern fahren muss. Aber gut, dass hat man ja öfter.




Mühlenruine

Ich fand die Ruine sehr beeindruckend und riesig. Aber zu seiner Hochzeit haben in diesem Kloster etwa 500 Mönche gelebt, deren Alltag von Gebeten, Arbeiten und Ruhe geprägt war. 


In der Brauerei und im Vorratskeller des Klosters hat man noch mehrere Tafeln die einen das Leben und werken der Mönche bzw. den Wiederaufbau erklären. Eine wichtige Person war hierbei Karl Friedrich Schinkel der zur Rettung der Klosteranlage beitrug.


Ein für mich ebenfalls schönes Fleckchen war der kleine Friedhof im hinteren Teil des Klosters. 
Genau wie Romy finde ich solche Friedhöfe immer sehr spannend.



Vor allem diese beiden Grabsteine haben es mir angetan. Sie sind um 1800 entstanden. Sind die nicht cool? Wie eine kleine Quelle sieht es aus.



Die Inschriften der Gräber variierten von sehr alt bis erst vor kurzem gestorben. Wem diese Ehre hier genau zu Teil wird, habe ich nicht ganz herausgefunden. Es ist zumindest ein verhältnismäßig kleiner Friedhof.






Ich kann einem Besuch im Kloster nur empfehlen. Es gibt hierfür Tageskarten und sogar eine App bei der man das Kloster von damals noch einmal genauer beobachten kann. 
Die Eintrittspreise sind auch durchaus erschwinglich, zudem es auch eine Familienkarte gibt.

Weitere wunderbare Ziele neben dem Kloster und dem Schiffshebewerk 

  • Zoo Eberswalde
  • Polenmarkt bei Hohenwutzen.

4 Kommentare:

  1. Ja ich denke auch nach vielem oder wie bei mir dauerhaftem Tragen dürfen Schuhe auch gerne kaputt gehen :D Von Fila hatte ich bisher noch nichts, aber die Bench Schuhe hier haben auch Soft Foam. Der Versand nach Hause is erst ab 39€ kostenlos, da war ich also 7€ von entfernt *lach*.

    Ein wirklich interessanter Bericht mit tollen Bildern =) Sowas schaue ich mir auch super gerne an, finde das immer richtig überwältigend wie solche alten Bauten damals entstanden sind und wie gut sie teilweise noch in Schuss sind. Auf dem Polenmarkt in Hohenwutzen war ich einmal, da sind wir von Berlin mit dem Bus hingefahren und waren dann glaub 2 Stunden vor Ort *lach*.

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    1. Ach witzig. Der ist wirklich cool oder? Fand das fast wie in der Türkei ;-)

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  2. Das war ein schöner Besuch liebe Sabina,
    wenn man überlegt, wer schon alles in diesem Kloster gelebt hat, die Mauern könnten viele Geschichten erzählen.
    Und alte Friedhöfe mag ich auch sehr.
    Lieben Gruß
    Nicole

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  3. Wow, was für ein Bauwerk mit soviel Geschichte, danke fürs Mitnehmen. LG Romy

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