Mittwoch, 14. Oktober 2026

Reisebericht: Hamburg mit König der Löwen

Zu meinem runden Geburtstag habe ich von meinem Mann eine Fahrt mit Polster & Pohl zum Musical König der Löwen geschenkt bekommen. Er hat mir die Überraschung damals in ein Puzzle verpackt, welches ich erst zusammen legen musste, um das Geschenk zu erlesen. 

Nun ist einige Zeit vergangen und endlich kam das besagte Wochenende!

Endlich war es soweit!

Leider hatten wir wettertechnisch (und leider auch Straßentechnisch) nicht das beste Wochenende abbekommen, aber im Großen und Ganzen hat es schon gepasst.

Abfahrt

*Dieser Beitrag enthält (unbezahlte) Werbung wegen Namensnennung

Los ging es Samstag früh 8:00 Uhr mit dem Reisebus nach Magdeburg. Hier war unser 1. Halt, auch um noch weitere Fahrgäste abzuholen.

Danach ging es in Richtung Hamburg. Allerdings mussten wir vorher noch einen Zwischenstopp beim Rasthof Allertal machen. Einfach war die Fahrt für den Busfahrer sicherlich nicht. Denn in Magdeburg erden ähnlich wie in Halle so einige Brücken restauriert und abgebaut, sodass die Straßen teilweise wirklich sehr eng waren und auch in Hamburg wurden einige Straßen übers Wochenende gesperrt, um zu Bauen. Somit dauerte unsere Hinfahrt einfach mal 7 Stunden!

Hotelzimmer im Best Western Hotel Böttcherhof

Dann konnten wir aber endlich ins Hotelzimmer und hatten dort knapp 2 Stunden Aufenthalt. Wir waren im Best Western Plus Hotel Böttcherhof untergebracht, welches man tatsächlich nur empfehlen kann. Allerdings würde ich es privat wohl eher nicht buchen, da es mir zu abgelegen wäre. Man hat zwar eine Bushaltestelle direkt vor der Nase, aber insgesamt wäre es mir zu weit weg von der Hamburger City.

Die 2 Stunden Wartezeit haben wir dafür genutzt, um uns ein wenig auszuruhen (Busfahren strengt doch ganz schön an), um einen kleinen Spaziergang zum nächsten Discounter zu machen, da uns bereits auf der Fahrt aufgefallen ist, dass wir einiges vergessen hatten und mit Fernsehen.

Endlich Musical-Time

Gegen 17 Uhr ging es dann in die Hamburger City. Da auch andere Musicals besucht wurden, hat jeder seine Instruktion zum Abholen bekommen und wurde in der Nähe des Musicals rausgeschmissen. Wir hatten Glück, bei uns war es daher direkt an den Landungsbrücken. Somit war auch die Reeperbahn nicht weit. 

Solare Spritz im Monopol Hotel

Wir wollten diese freie Zeit nutzen, um eigentlich gemütlich was Essen und trinken zu gehen. Wo sind wir aber am Ende gelandet? Zu Besuch in der Bar vom Monopol Hotel, wo unser Kumpel gerade sein Männerwochenende erlebte. Wir haben ihn komplett überrascht, weil er nicht wusste, dass wir ebenfalls in Hamburg zu Besuch sind. Er und auch seine Kumpels haben sich gefreut und fanden die Abwechslung glaube recht erfrischend.

Nun hieß es aber wieder fix an die Landungsbrücken zurück kommen und noch was zu essen besorgen. Ein Fischbrötchen alleine hat uns leider nicht wirklich satt gemacht, somit gab es bei mir auch noch Fish und Chips, diese dann aber halb im gehen und Boot fahrend.

Skyline vom Hamburger Hafen

König der Löwen Gebäude

Denn wir wollten natürlich rechtzeitig ein Boot bekommen, welches uns zum Musical überfahrt. 

Und wer hätte es gedacht, an dem Anleger Kai der Musicals konnte unser Schifffahrer nicht ankern. Er machte Kreise und fuhr Rückwärts und alle haben sich schon gewundert. Bis er durchsagte, dass sein Querstrahlruder defekt ist und wir nun auch von dem bereits vorher angelegten Boot, nun ans Ufer gedrückt werden. Somit kamen wir dann mit ach und krach 30 Minuten vor Beginn der Show beim Musical an. 

Immerhin hatten wir nun schon gegessen, denn die Preise beim Musical waren nicht zu verachten.
2,50 € eine Jacke abgeben
3,50 € für 0,25 l Wasser
2,50 €für den Getränkebecher den jeder kaufen musste, wen er denn sein Getränk mit in die Veranstaltung nehmen möchte.

Trinkbecher König der Löwen

Da kam nochmal ein kleines Sümmchen zusammen, aber was macht man nicht alles...

Bei Stück selbst, war es leider verboten Fotos zu schießen, somit darf ich hier auch leider nichts veröffentlichen, aber ich kann sagen:
Auch wenn das Stück mittlerweile seit 25 Jahren läuft, es war super gut besucht und es hat wirklich Spaß gemacht zuzugucken.
Die Kostüme sind wirklich toll zusammen gestellt, die Akustik ist super, die Figuren laufen durch den Saal oder sind links und rechts neben der Bühne auf Podesten und am allerbesten sind natürlich die alt bekannten Disney Lieder, die ich natürlich alle mitsingen konnte. Auch wenn ich König der Löwen wirklich sehr, sehr lange nicht gesehen habe, konnte ich die Lieder zum größten Teil trotzdem noch.
Also für einen Disneyfan, würde ich jetzt einfach mal behaupten, muss man das Stück einmal gesehen haben.

Nach dem Musical hieß es zügig das Gelände verlassen, ein Boot bekommen und zum Bus laufen - 23 Uhr sollte Abfahrt sein. 
Tatsächlich habe ich unsere Jacken bereits in der Pause lieber wieder abgeholt, denn bei der Garderobe waren sie mit 2 Leuten definitiv nicht genügend ausgestattet. Und dies war auch gut so. Somit sind wir nach dem Stück direkt Richtung Boote gelaufen und haben auch eins der 1. zur Überfahrt bekommen. 
Somit waren wir tatsächlich pünktlich 23 Uhr im Bus und dann ging das Warten los.
Etwa 15 Minuten später war dann auch der große Rest der Truppe im Bus, da die Boote tatsächlich im 7 Minuten Takt überfahren und ca. 250 Personen pro Schiff fassen.
Doch was war nun?
1 Person fehlte, zu der natürlich auch niemand Kontakt hatte.
Der Busfahrer wurde etwas nervös. Verlas noch einmal alle Namen und tatsächlich 1 Person fehlte. Tja was macht man da Nachts halb 12 Uhr?
12:30 Uhr dann aber plötzlich die Erleichterung. Eine Frau kam zügig Richtung Bus gelaufen und tatsächlich, war es die "Vermisste".
Der Busfahrer war teils froh und teils nicht wirklich erfreut, da er natürlich so um seine Schlafens- bzw. Pausenzeit gebracht wird.
Busfahrer möchte man da auch nicht unbedingt sein. 

Am nächsten morgen ...


Denn 09:45 Uhr sollte es schon wieder weiter gehen. Somit hatten wir tatsächlich nicht wirklich viel Schlaf, der Busfahrer aber auch nicht. Immerhin musste er ja noch den Bus irgendwo parken bzw. wieder holen.
Aber es gab ein sehr leckeres Frühstück, welches wir ausgiebig nutzten. Immerhin wussten wir ja nicht, was es zum Mittag gibt bzw. wann es Mittag gibt.


Auch unseren Kindern hätte das Buffett gefallen. Es gab tatsächlich für jeden etwas - vegan, vegetarisch und wie du siehst auch glutenfrei. Alles schön an den Lebensmitteln gekennzeichnet. Prima! Und vor allem gab es eine große Auswahl vom english breakfast zu typisch deutsch.

So und damit wir also noch ein wenig Kulturprogramm bekommen hat uns unser Busfahrer, zusammen mit einem zugestiegenen Stadtführer, noch Hamburg gezeigt:

Elbphilharmonie
Elbphilharmonie

Gebäude vom Miniatur Wunderland
Miniatur Wunderland und Hamburg Dungeon

Barkassen Rundfahrt
Barkassenfahrt

Fernsichtbrücke Richtung Elbphilharmonie

Hamburg, meine Perle


Reepschläger am Millerntorplatz


Diese pinke Seemanns-Statue (ein etwa 4 Meter hoher, auffälliger pinker Seemann mit einem
Reep/Seil über der Schulter) ist Teil einer temporären Kunstinstallation im Rahmen des
Jubiläums „400 Jahre Reeperbahn“.

Die Figur erinnert an die historischen Reepschläger, die im 17. Jahrhundert auf langen
Bahnen (eben der Reeperbahn) die Tauwerke für die Schiffe herstellten.

 

Sehe nur ich die typische Disney-Schrift bei "Reeperbahn" 😁?

Die ganze Fahrt ging mit kurzer Unterbrechung ungefähr bis 12 Uhr und wir bekamen noch eine kurze Toilettenpause von 15 Minuten an den Landungsbrücken bis es endlich wieder Richtung Heimat gehen sollte. Tatsächlich konnte ich nämlich schon wieder nicht mehr sitzen. Somit wieder der Beweis, dass ein Langstreckenflug einfach nichts für mich wäre. Und dabei hat man mit dem Bus nach 2-2,5h immer eine Pause.


Heimreise

Die kurze Pause an den Landungsbrücken haben wir heimlich dafür genutzt, um uns noch fix ein Fischbrötchen und Alsterwasser/Astra zu besorgen. Zeitlich hat das, zumindest bei uns, auch wieder 1A hingehauen, bei dem ein oder anderen Mitfahrer natürlich mal wieder nicht.

Ich sag es immer noch, Busfahrer möchte ich manchmal auch nichts ein. Er sah nämlich seine Fahrzeit bzw. seinen Feierabend in sehr weiter Ferne. Denn er wusste bereits, dass es auch Heimwärts den ein oder anderen Stau geben wird. Somit haben wir dann insgesamt bis nach Hause noch 6,5 h gebraucht. 

Dazwischen gab es aber nochmal einen Halt auf einer Raststätte und in Magdeburg.

Dabei ist uns aufgefallen, dass wir gar nicht wussten, dass Magdeburg eine richtige Burgmauer besitzt. Wir haben uns gesagt, dass wir das vielleicht auch irgendwann mal auf die Agenda schreiben sollten - eine Hopp-on-Hopp-off Tour durch Magdeburg. Denn auch wenn es sich um unsere Landeshauptstadt handelt, war ich in meinem Leben vielleicht 2x dort. 





Insgesamt hat uns die Fahrt aber sehr gut gefallen. Es ist zwar trotzdem anstrengend, auch wenn man eigentlich die ganze Zeit nichts machen muss. Müde und kaputt waren wir nach dem Wochenende irgendwie trotzdem. Vielleicht lag es aber auch an der kurzen Nacht.
Und was man nicht vergessen darf ist, dass man bei diesen Busfahrten natürlich sehr eingeschränkt ist. Man kann seine freie Zeit nur so nutzen, wie sie einem vorgegeben wird, man muss sich an Abfahrtstermine halten und kann auch oft nicht einfach was auf eigene Faust machen. Das sollte einem vor einer solchen Fahrt bewusst sein. Aber wenn man sich an die Abmachungen hält, kann es auch einfach ein entspanntes Wochenende werden - wie bei uns. Wir haben die Zweisamkeit mal wieder genossen!

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