Montag, 17. August 2026

Fahrradtour am Gardasee nach Sirmione und Laszise

Da man am Gardasee das Auto lieber stehen lassen sollte (außer man möchte den ganzen Tag im Stau verbringen), haben wir uns für einen Tag ein paar Fahrräder ausgeliehen. Ich habe mich im vorhinein versucht ein wenig darüber zu informieren, wo man am Besten und vielleicht auch am günstigsten Fahrräder ausleihen kann und tatsächlich gibt es da einige Unterschiede.

Die Fahrradverleiher bei uns am Campingplatz wollten die Räder entweder für ein paar Stunden oder für einen Tag vermieten und waren schlussendlich 3 € teurer, als der Fahrradverleih direkt am Kreisverkehr. Insgesamt haben wir dadurch (vermutlich) das kleinste Fahrrad quasi für umsonst bekommen, da die Kinder nochmal etwas weniger bezahlen mussten.

Leider kann man nicht gechillt immer am Wasser lang fahren, das wäre traumhaft gewesen. Aber der Radweg nach Sirmione geht von Peschiera aus fast nur gerade aus. War also auch nicht so schlimm. Man muss tatsächlich etwas gucken und aufpassen, wo der Radweg gerade lang geführt wird und man hat ständig solche U-Bügel, weswegen man ein wenig ausgebremst wird.

Aber es war für uns die beste Entscheidung mit dem Fahrrad nach Sirmione zu fahren. Vom Fahrradverleih aus waren es knapp 11 km und 50 Minuten Fahrtzeit. Normal haben wir gesagt: uns drängelt ja nichts, dann machen wir halt unterwegs mal Halt! Aber wir sind tatsächlich durchgefahren.

Dort angekommen haben wir gesehen, wieso es eine solch gute Entscheidung war. Es war nur Stau bis hoch zur Burg und die Parkplätze waren schlussendlich voll. Kein Parkplatz war mehr frei. Auch der Fahrradständer war sehr voll, obwohl er bestimmt 50 m (Minimum) lang war. Aber da hätte ich ja so gar keine Lust drauf gehabt, im Auto zu warten, bis mal jemand wieder vom Parkplatz fährt!

Somit brauchten wir nur unsere Fahrräder anschließen und sind in Richtung Burg gelaufen.

Schlangen vor Sehenswürdigkeiten sind in dieser Region völlig normal. Es war egal, ob wir in Verona, Mailand oder eben hier waren.

Tatsächlich hat sich mein Mann angestellt und wir mussten uns erst einmal ein schönes Eis kaufen - natürlich mit glutenfreier Waffel! Das ist in Italien zum Glück oft so gar kein Problem.

Schlussendlich war es das 1. und auch das letzte Mal, dass wir uns an eine solche Schlange gestellt haben. 

Die Burg war nett, man hatte einen schönen Ausblick, aber das war es dann auch schon. Deswegen von Erwachsenen 10 € zu nehmen, fand ich doch schon etwas übertrieben. Zum Glück waren wenigstens die Kinder kostenlos.

Beim anschließenden weiter laufen durch die Stadt sind wir auf dieses blumenbedeckte Haus gestoßen,

auf den Anfang des Parkes (den wir uns leider nicht mehr angeguckt haben), eine sehr schicke Altstadt und Eisverkäufer die einem an jeder Ecke Kosteis angeboten haben. Somit hat sich zumindest noch der Kleine eine zusätzliche Eiskugel gesammelt. Eine Eiskugel kostet im Schnitt zwischen 2 € und 3,50 €. Allerdings hat man oftmals Glück, dass die Eiskugeln dann auch etwas größer ausfallen (außer in Mailand).

Nachdem wir dann also eine Weile rum gelaufen sind, haben wir uns noch ein Restaurant gesucht, um mal noch etwas trinken zu können. Diesmal gab es Oliven und glutenfreie Chips dazu. Die Kinder hat's gefreut.

Aber die Insel war so überlaufen, dass wir gar nicht zuuu lange bleiben wollten. Somit ging es wieder auf die Fahrräder zurück Richtung Peschiera. Allerdings haben die Kinder in Sirmione noch einen kleinen Halt zum Baden machen wollen. 


Am Gardasee ist fast überall Sand oder Kieselstrand. Weswegen das Wasser aber auch so schön türkis aussieht. Badeschuhe sind daher nicht verkehrt. Aber zur Not, wie hier, geht man auch schon mal ohne Badeschuhe schwimmen - einfach weil es warm ist und eine schöne Abkühlung bringt.

Zurück auf dem Campingplatz haben wir eine kleine Mittagspause gemacht.
Und uns am späten Nachmittag nochmal aufgerappelt und sind in die Gegenrichtung nach Laszise gefahren. Wir sind die Strecke, ein paar Tage vorher, schon mal zu Fuß abgelaufen, aber mit den Fahrrädern ging es natürlich viel schneller und wir konnten noch etwas weiter nach Laszise fahren. Bis in die Innenstadt haben wir es zeitlich leider nicht geschafft, aber dies steht nun auf unserer To-Do-Liste, wenn es wieder mal an den Gardasee geht.


19 Uhr mussten nämlich die Fahrräder wieder abgegeben werden. Dies haben wir gleich zum Anlass genommen, um auf dem Fußmarsch nach Hause noch in einem Restaurant halt zu machen und endlich eine richtige Mahlzeit am heutigen Tage zu genießen.

Doch was ist das?
Es wurde kurzerhand einfach mal die Straße in Richtung unseres Feriencamps gesperrt, um dort einen kleinen Flohmarkt aufzubauen.


Witzig. Es gab Schmuck, einiges aus dem 3D Drucker, aber auch einfach nur Bilder aus Bügelperlen, Kräuter, Öle... alles bunt gemischt. Da mussten wir natürlich auch einfach mal drüber schlendern. Sehr zum Bedauern unserer Männer. 😁


Auch aber ich gelernt, dass Italien zwar immer das Land von Pizza und Pasta ist. Man bei Pasta aber tatsächlich aufpassen muss, wenn man wirklich Hunger hat. 


Ich hatte wirklich Hunger, weil wir nun mal den ganzen Tag unterwegs waren. Aber mit so einer Portion hatte ich dann tatsächlich doch nicht gerechnet. Da war es nur gut, dass wir als kleinen Zwischensnack noch etwas Brot bekommen hatten. Bei unserem Lieblingsrestaurant "Bella Vista" in Peschiera habe ich ein paar Tage später gesehen, dass dort die Portionen ein klein wenig größer sind. Aber da bestelle ich dann wohl doch lieber wieder Pizza.

Dafür wurden wir mit einem solch tollen Sonnenuntergang belohnt. Tatsächlich konnten wir diesen fast jeden Abend so genießen.


Und überall blühte der Oleander.



Wenn wir noch einmal die Gelegenheit bekommen an den Gardasee zu fahren, würden wir uns auf jeden Fall noch einmal Fahrräder ausleihen und dann, wie schon erwähnt weiter Richtung Laszise fahren, mal in die Innenstadt und dann noch weiter zu den Mühlen die im Wasser stehen sollen.

Kennst du noch weitere Ausflugsziele die man mit dem Fahrrad von Peschiera aus erleben kann?


1 Kommentar:

  1. Hach, bei Lazise werden Erinnerungen wach. Da waren wir 10 Jahre lang jedes Jahr... herrlich.

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