Mittwoch, 12. August 2026

Ich bin ...

Sari vom Heldenhaushalt-Blog hat mich auf diesen Blogbeitrag gebracht. Sie hat ihn selbst nach 10 Jahren mal wieder für sich aktualisiert, da sie nun auch ganz neu die Rolle einer Tante übernommen hat. Und genau darum geht es hier. Welche "Rollen" übernimmt man eigentlich in seinem Leben? Was macht einen aus und was ist das besondere an einem? Auch ich bin mal in mich gegangen und habe über ein paar Punkte nachgedacht:

Ich bin ...


... ein Mädchen.
Schon immer gewesen. Ich habe früh mit Puppen gespielt, mich für Musik interessiert, Kleidchen angezogen und es gemocht, wenn man mir die Haare gemacht hat. Ich habe mit meinen Freudinnen die Umgebung unsicher gemacht und habe mir auch zeitig anhören machen: Wenn du mal eine Dame werden möchtest, dann kannst du nicht immer an den Fingernägeln kauen!" 

... eine Schwester. Ich habe einen älteren Bruder. Allerdings sind wir schon ziemlich verschieden, weswegen wir nicht so den engen Kontakt haben. Es war als Kind teils schön, immer zu wissen, dass da jemand ist und man nicht alleine ist. Aber wir sind auch recht früh ganz unterschiedliche Wege gegangen. Wir wussten zwar weiterhin, dass da immer jemand an der Seite ist, aber wir sind uns größtenteils aus dem Weg gegangen. Durch ihn habe ich allerdings damals meinen 1. Computer bekommen. Er war auch derjenige, der ihn mit dem Internet verbunden hat und somit unsere Telefonerreichbarkeit auf ein Minimum reduzierte, bis es da Abhilfe gab. Aber wir haben uns, wie bei Geschwistern so üblich, auch ganz schön oft Streiche gespielt. Gefühlt er bei mir auch mehr, als ich bei ihm.

... eine Tochter. Ja auch ich bin die Tochter meiner Mutter und werde es auch immer bleiben. Wir haben leider auch nicht so das innigste Verhältnis, aber ich weiß, dass sie immer für mich da ist. Ich kann mich immer bei ihr melden und sie würde mich auch immer unterstützen. Sie war halt eine alleinerziehende Mama und musste schon früh anfangen, alleine mit uns Kids klar zu kommen. Das war mit Sicherheit auch nicht immer einfach. Das sieht man vor allem jetzt, wenn man eigene Kinder hat. 

... eine Freundin. Ich bin für meine Kinder, meinem Mann und meine Freunde natürlich immer gerne eine Freundin. Bei mir weiß man auch, dass man jemand verlässlichen an seiner Seite hat. Außerdem sage ich in der Regel auch das, was ich denke. Das schätzen die meisten meiner Freunde. So wissen sie immer woran sie sind. Aber ich kann auch gerne Kompromisse eingehen oder mich vom Gegenteil überzeugen lassen. 

... eine Ehefrau. Wir sind nun schon seit fast 23 Jahren ein Paar und davon bald 10 Jahre verheiratet. Wir haben Höhen und Tiefen überstanden, das verflixte 7. Jahr hinter uns gebracht und hoffen auf weitere, schöne gemeinsame Jahre.

... eine Mutter. Diese Situation hat damals unser ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Es war der Schönste, aber auch ein einschneidendste Moment in unserem Leben. Ab da hat sich gefühlt alles verändert. Darüber habe ich ja schon ein paar Mal berichtet, dass diese Phase nicht einfach war. Wir mussten beide lernen damit umzugehen, Kompromisse zu schließen und mit wilden Emotionen klar zu kommen. Darauf hat uns leider keiner vorbereitet! Aber ich würde die beiden nicht wieder her geben. Sie haben Macken, Emotionen und liebenswerte Momente. Manche bringen mich in den Wahnsinn und andere zu Freudentränen. Das gehört zum Elternsein einfach dazu. Und der Spruch "es ist alles nur eine Phase" hat bisher immer hin gehauen. 

... eine Tante. Ja auch mein Bruder hat eine Tochter. Sie ist damals knapp 8 Monate nach Luna geboren. Somit hatte sie immer eine Cousine zum Spielen. Das war damals irgendwie witzig und putzig zugleich. Noch dazu, weil es bei ihm ein Überraschungsbaby war. Ungefähr im 5. Monat haben sie erfahren, dass sie Eltern werden. Da war Luna dann schon da und die Freude auf das 2. Baby natürlich bei meiner Mama riesig groß. Und auch die beiden Mädels finden es nach wie vor schön, jemanden im gleichen Alter in der Familie zu haben.

... eine Künstlerin. Das liegt bei uns ein wenig in den Genen. Alle bei mir in der Familie (also ab meiner Mama) können gut zeichnen. Meine Mama hat ein Zertifikat für Ölmalerei und mein Bruder für's Karikaturen/Comic Zeichnen. Ich habe sowas zwar nicht, aber habe diese Gabe ebenfalls an meine Tochter weiter gegeben. Einzig mein musikalisches Talent habe ich nur alleine. Ansonsten bin ich aber ebenfalls handwerklich begabt, was ich fleißig an Luna weiter gegeben habe. Ich kann nähen, häkeln, basteln, zeichnen, mit verschiedenen Materialien arbeiten und einen Knopf annähen (<- das kommt bei den älteren Damen und sehr gut an *gg*)

... vielseitig. Ich habe in meiner Kindheit nicht nur singend auf der Bühne gestanden, sondern auch tanzend und später auch schauspielernd bzw. moderierend. Mittlerweile stehe ich wieder tänzerisch auf der Bühne oder helfe mal als Moderatorin aus. Ich habe also keine Angst vor dem Rampenlicht ;-). Allerdings bin ich auch sportlich, neugierig, aktiv, hilfsbereit, wissbegierig, offen und freundlich, verreise gerne, backe am Liebsten, bin fürsorglich, bin gern unter Leuten und gehe gerne abends weg. Ich habe mit Sicherheit ganz viele Facetten an mir, die der ein oder andere manchmal nicht erwarten würde. Ich baue auch selbstständig Möbel auf und bin handwerklich begabt. 

... eine Medienkonsumiererin. Ich liebe Disney-Filme und habe sie (glaube) auch soweit alle gesehen. ich liebe die alten Sitcoms aus den 90ern, gehe nach wie vor immer noch gerne ins Kino und war früher glaube schon irgendwie ein Fernsehjunkie. Bei mir lief der Fernseher schon vor der Schule und danach gleich wieder. Ich war halt viel alleine zuhause. Ich habe halt kein Radio angemacht, bei mir lief das Fernsehen. Kennst du noch das Kaminfeuer bzw. das Testbild im Fernsehen, einfach weil das Fernsehen erst nach 6 Uhr etwas gezeigt hat? Ich bin echt alt, ich weiß, aber ich kenne die Zeiten indem das Feuer bei mir flackerte und ich darauf gewartet habe, dass die Schlümpfe endlich anfangen. Selbst in den Ferien hat es mich nicht gestört, dass Ferienprogramm schon ab ganz früh zu gucken. Heute ist sowas verpönt und man soll das bei seinen Kindern auf keinen Fall machen (handhaben wir tatsächlich auch so), hat aber damals Keinen interessiert und ich denke aus mir ist trotzdem was geworden. Ich habe es meist nicht dazu genutzt, um permanent drauf zu glotzen und die Welt um mich rum zu vergessen, sondern einfach damit etwas lief und man sich nicht so alleine gefühlt hat. 
Als das Internet losging, sah das bei mir tatsächlich schon anders aus. Mit 15 habe ich meinen Computer bekommen und kurz darauf auch das Internet. Da war ich dann schon ziemlich gefesselt von, genauso wie zeitweise von meiner Playstation, aber auch das hat sich irgendwann gegeben.

... Bloggerin. Das ist der neueste Abschnitt in meinem Leben. Seit nun schon 2 Jahren blogge ich über mein Leben und das meiner Familie. Ich hoffe, dass meine Themen den ein oder anderen doch immer mal wieder ansprechen. Ich werde es zumindest weiterhin tun und mir und meinen Gefühlen, Ängsten und Nöten weiterhin freien Lauf lassen. Ich werde versuchen weiterhin dran zu bleiben und mir immer mal wieder etwas Neues einfallen lassen.


Was bist du so? Was macht dich aus? Oder was habe ich in meiner Liste vergessen?

1 Kommentar:

  1. Oh auch eine spannende Liste und ich finde es total schön zu lesen, dass auch ihr schon so lange zusammen seid. Mein Mann und ich haben uns 1999 gefunden und 2008 geheiratet. Wir haben also auch ganz schön was auf dem Buckel als Team *lach*

    AntwortenLöschen